Ohne Gema mit Facebook

Gerade schrieb mich ein Freund an, dass es nun den Streamingdienst spotify gibt.

Zum einen wird, sogar von den ÖR Fernsehsendern erstaunlich viel darüber berichtet, zum anderen bedarf es, seit September 2011, einen Facebook Account um sich dort anmelden zu können (Sammeln von Infos für Persönlichkeitsprofile).




Wenn man nun mal auf ARD spotify als Suchwort eingibt, gibt es doch viele interessante Artikel. Um einen Aufzugraifen in dem berichtet wird, dass der Dienst ohne Einigung mit der Gema startet.

Nun meine Überlegung dazu. Müssen wir nicht lagsam mal wirklich aufpassen, dass einzelne Firmen nicht zu viel Macht bekommen? Wenn jetzt schon solche Dienste ausschließlich für Facebook zur Verfügung stehen, wie wird es weitergehen?

Shops in denen man nur mit Facebookaccount einkaufen kann?

Wir haben wenige mega große Internetfirmen (Der Spiegel brach es mal auf die Bedürfnisse runter: Absolute Information (google), absolute Verfügbarkeit (amazon), absolute vernetzung (facebook) und Apple).

Ist nicht langsam ein Punkt erreicht an dem man sich fragen sollte ob wir diese Ogilo- bzw. Monopolisten wollen? Welche Auswirkungen wird es in Zukunft haben, wenn wir diesen Firmen hinterherrennen, nur um es ein bisschen einfacher zu haben?

Wollen wir wirklich, dass diese wenigen Firmen so viel Einfluss auf der ganzen Welt haben?
Ich bin mir nicht sicher aber hatte wir nicht erst das Problem mit zu viel Macht bei zu wenig Personen, ging das gut aus?

Ab wann schwappt es von “Ach ist doch nett” zu “wir müssen was tun”?

br.de ::: Artikel zur Gema Problematik
ARD-Suchergebnisse ::: Es gibt viel zu finden
Wikipedia Artikel ::: zu spotify

Heise-Artikel ::: Umerziehung von Internetnutzern, die Zukunft?

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Posted in debianforum, Internet, pwsg
4 comments on “Ohne Gema mit Facebook
  1. Akrostichon says:

    Die Berichte aus dem ÖR Fernsehen haben mich diesmal auch nur ganz knapp kurz vor deinem Post erreicht.

    Ich muss sagen, ich habe auch den Kopf geschüttelt, über die Facebook-abhängige Anmeldung.
    Letztendlich verhalten sich die Datenkraken aber alle ähnlich.

    Neulich musste ich “schmerzhaft” erfahren, was Amazon alles sammelt. (Ich will das hier aber nicht unnötig breit erklären)

    Google bündelt alle Accounts von Youtube, Google+,mail,…, um uns
    noch spezifischer mit Werbung versorgen zu können. Facebook scheint die letzte verbleibende Kontaktmöglichkeit zu vielen Menschen zu werden.

    Trotzdem würde ich behaupten, dass die Erfolgsgeschichte dieser Internetriesen eine ist, die völlig im Sinne der Demokratie abläuft.
    Wir haben gewählt. Die ganze Welt wählt jeden Tag. Das sind die Gewinner.

    Ich denke wir müssen uns für jedes dieser Unternehmen die Frage stellen, ob wir, in irgendeiner Form, gezwungen sind seine Dienste/Produkte in Anspruch zu nehmen.
    Keines dieser Unternehmen ist konkurrenzlos und keines dieser Unternehmen übt einen unumgehbaren Zwang auf uns aus.
    Doch das Umgehen wird immer schwieriger.
    Ein Umgehen ist momentan meist ein wenig zeitintensiver, aber vielleicht hilft das ja zur Entschlackung in diesen stressigen Zeiten ;-)

    Wir sind keine Marionetten und die großen Unternehmen sind keine Puppenspieler.
    Wir sind nicht grundsätzlich gut und sie nicht grundsätzlich böse. Macht korrumpiert, aber wir wählen jeden Tag. Alles was wir -meiner Meinung nach – tun müssen ist diese Wahl bewusst und informiert zu treffen.
    Im Gegensatz zu jeglicher Regierung sind diese Internetriesen in der schnelllebigen Internetwelt nämlich immer nur für den aktuellen Tag gewählt.

    Die letzte Frage, die ich im Raum stehen lassen will ist:
    Kann irgendetwas im Internet unumgehbar sein?

  2. Thoys says:

    Ganz genau das soll ja den Kern meines Artikels bilden. Ab wann ist der Zeitpunkt erreicht wo man eben nichtmehr wählen kann.

    Erst wenn ich nichtmehr in die Disko oder zum Frisör komme, weil es für ihn einfacher ist über den Facebookaccount abzurechnen?

    Natürlich ist es alles Demokratisch und natürlich besteht die Gefahr eines Diktators für uns nicht.

    Nur eben ab wann reicht es nichtmehr stillschweigend die Alternativen in anspruch zu nehmen, sondern man muss sich aktiv dagegen aussprechen.

    Ich finde Internetshops exklusiv für Facebookuser hört sich ja nicht abwegig an.

    Wie stark werden Menschen ohne einen Account bei den wenigen großen ausgegrenzt?

  3. Akrostichon says:

    Ich denke diese Frage stellt sich hauptsächlich bei Facebook und Google.
    Die Ausgrenzung, die ich erfahre, weil ich keine Apple Produkte benutze ist zu vernachlässigen.
    Statt Amazon, kann ich jederzeit andere Onlineshops, oder Clouds mit ähnlichen Angeboten nutzen.
    Auch bei Google sehe ich momentan keine großen Probleme.
    Ich kann Google stets mit Proxy verwenden, oder – so unpopulär das sein mag – auf bing, yahoo und co. zurückgreifen.
    Anstelle bei Youtube Videos zu suchen, kann ich auf diverse andere Videoportale zurückgreifen. Hier gehen mir wahrscheinlich ein paar Videos verloren, aber da ist wohl kaum was lebensnotwendiges dabei.

    Facebook hingegen, macht die Umgehung schwieriger.
    Einzelne Unternehmen, Künstler, Bars – und in Zukunft wohl auch shops – sind lediglich bei Facebook zu erreichen und besitzen keine (oder zumindest keine gepflegte) Homepage mehr.
    Hier geht mir, als nicht-facebook-kunde Information verloren, die ich anderweitig kaum beschaffen kann.
    Facebook macht ja auch keinen Hehl daraus, dass sie es für die Kunden so bequem machen wollen, dass diese Facebook praktisch nicht mehr verlassen müssen.

    Wenn du also danach fragst, ob man sich aktiv dagegen aussprechen sollte, so würde ich dazu tendieren
    diese Hompagelosen zu kontaktieren und einfach nur darauf hinzuweisen, dass es profitschädigend ist, etwas ausschließlich bei Facebook anzubieten, wenn man sich ausgegrenzt fühlt.

    Facebookbenutzer, die es lediglich als soziales Netzwerk benutzen sind bereits durch sämtliche Medien gewarnt,
    welche Profile man anhand ihrer Daten erstellen kann. Dass diese Profile mit zukünftigen Features nur noch immer genauer werden
    ist selbstverständlich.
    Für Suchttherapien fühle ich mich bisher nicht zuständig.

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