Wie viel Heterogenität tut gut (AOO und LibO )

Mal davon abgesehen, dass man nicht Tun tut und es für manche ein alter Schuh ist, an mir ging das irgendwie vorbei.

OpenOffice.org von Oracle wurde an die Apache Software Foundation abgegeben und nennt sich Apache OpenOffice (AOO).




Nun erinner ich mich, dass die “The Document Foundation” (Entwickler von LibreOffice (LibO)) doch genau das damals wollten. Also es gab doch Anfragen ob Oracle den Namen OpenOffice.org an die Document Foundation abgeben könnte.
Und jetzt gab Oracle es an eine Foundation aber es wird nicht zusammengearbeitet, sondern jede Stiftung macht ihr eigenes Ding (die Document Foundation ist tatsächlich auch “in the form of a charitable Foundation under German law (gemeinnützige rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts).” aber ist natürlich, egal wo die ansässig sind.).

Die Frage, die sich nun in mir regt, ist:

Kann zu viel Heterogenität die Qualität des Einzelnen verringern?

Gehen wir mal davon aus, dass sich die beiden Projekte noch nicht so weit voneinander entfernt haben, dass die Ziele der Stiftungen (deutsch schreibt sichs einfach besser, sind natürlich offiziell foundations) die gleichen sind und auf Softwareebene die Projekte noch nicht so weit auseinander liegen, dass ein Kompromiss aus beiden möglich wäre.
Warum werden die Projekte nicht zusammengelegt?

Die Manpower bündeln und gemeinsam ein absolut gutes Officepaket auf den Markt bringen und nicht noch mehr Verwirrung stiften (bei Leuten die eh schon Schwierigkeiten haben wird es so noch komplexer).

Ich schaue dabei auf die Linuxdistributionen. Heterogenität ist etwas, das wirklich zu unterstützen ist, doch ab welchem Punkt geht die Heterogenität signifikant (mit hoher Effektstärke) auf die Qualität der einzelnen Produkte?
Ich selber bin großer Fan der KDE Software Compilation 4 und es gibt auch genug Disktributionen, die KDE nutzen, allerdings sind das im zunehmenden Maße kleine oder Neben-Distributionen, abgesehen von Suse. Dabei habe ich das Gefühl, dass es geschickter wäre, wenn sich manche Entwickler etwas zusammenreißen würden und gemeinsam ein Projekt durchziehen würden, selbst Kubuntu fühlt sich manchmal so an, als könnte es noch ein paar anpackende Programmierer vertragen.

Ich hab dabei immer im Kopf, dass eine Distribution für mich sehr schnell ausreicht, doch welche Distribution ist so “fertig”, dass ich sie meinen Eltern oder computerfernen Freunden empfehlen kann?

Um den Kreis zu schließen: Wenn die Menschen hinter den Projekten LibO und AOO nicht vollständig zerstritten, die Ziele und die Software vereinbar sind, wäre es dann nicht besser zu schauen, dass man gemeinsam an etwas arbeitet?
Anders herangengangen: Wenn die Ziele und Sotwaresuiten ähnlich bis gleich sind, gibt es einfach nur zwei Projekte und keine Heterogenität, dann wäre es für die PR der freien Officesuiten sehr ratsam sich zusammen zu tun (und widerspricht der Definition von Heterogenität (Unterscheidung in einem oder mehreren Merkmalen) ).

Quellen:

Apache OpenOffice ::: Ursprung für LibreOffice und jetzt ebenfalls in freier Trägerschaft.

Apache Software Foundation ::: Entwickler von AOO

Definition von Heterogenität ::: In dieser wird Merkmal genutzt

Definition von Merkmal ::: Es sollte sich auch für den computerfernen Anwender etwas unterscheiden, nicht nur in Codezeile 1534

KDE Software Compilation 4::: Grafische Oberfläche, entwickelt von KDE.

Paar nachträgliche Gedanken: Projekte sollten anscheinend einfach nicht zu stark an eine Person gebunden werden – meine momentane Erkenntnise, die sich jederzeit ändern kann. Beispiele find ich grad. Sidux, Aptosid und Kanotix und zum Thema passend: KOffice und Calligra. Vielleicht sollten auch einfach nur die offiziellen Namen niemals an einer Person gebunden sein?

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Posted in Betriebssystem, debianforum

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