Fairtrade-Telefon aus den Niederlanden

Wenn jemand zu mir sagt “Naja klar kauf ich MarkeXY, die anderen machen’s ja auch nicht besser”, dann musste ich oft sagen “leider hast recht, blöd so was!” und das ist schade.

Doch eben hab ich auf der ARD gehört, dass ne niederländische Firma ein sogenanntes Fairphone herstellen will, welches ohne Kupfer und Kobald auskommen, das z. T. von Kindern abgebaut wird und Kriege damit finanziert werden.



Das Gerät soll kein Geschwindigkeitshengst und auch kein Größenwunder sein, da gerade die oben genannten Stoffe dafür sorgen, dass ein Handy klein werden kann.

Als Betriebssystem soll erst einmal Android und später eventuell FirefoxOS herangezogen werden, eben ein sinnvoller Kompromiss aus Stabilität und Offenheit, was sich ja wirklich vernünftig anhört.

Hoffen wir mal, dass die Niederländer (anscheinend mit Hilfe aus London) das hinbekommen und wir bald die Wahl, nicht nur beim Frühstücksmüsli haben ob wir Fair gehandelte Waren konsumieren.
Ich persönlich finde es genial da, vorausgesetzt das Handy taugt was, es nun eine Alternative gibt und Argumente in diese Richtung nun wegfallen.

fairphone.com ::: Fairphone Initiative
tagesschau.de ::: Bericht der Tagesschau

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7 comments on “Fairtrade-Telefon aus den Niederlanden
  1. Maltris says:

    Würde kaufen wenn Preis stimmt und es Langzeittests gibt. Nicht das es wieder so eine Lenovo-Flexing-Bug-Aktion wird weil irgendwelche bestimmten Sachen eingespart wurden und durch nur 10% so gute Materialien ersetzt wurden. :S

    Grüße

  2. Thomas S says:

    Ohne Kupfer (oder andere noch problematischere Metalle) wird schwer ;-). Die werden sicher nicht die Mikroelektronik neu erfinden können. Ich denke es geht mehr darum, die Produktionsbedingungen und die Entsorgung dieser (und anderer) Komponenten zu zu überwachen.

  3. Georg says:

    Und selbst wenn das Gerät so klobig wird wie alte WinMobile-Boliden, nur 256 MB RAM hätte, einen 600 MHz Single Core und einen 3,5″ Touchscreen – bräuchte ich ein neues Phone würde ich es trotzdem kaufen. Auch auf solcher Hardware läuft Android 2.3.x, und Firefox OS sicher auch. Also warum nicht?

    Bis zum Release des Fairphone meide ich zumindest die Patenttrolle so gut es geht. 2 Jahre hält mein aktuelles Smartphone hoffentlich, dann wird es hoffentlich ein Geeks-/Fairphone werden. *_*

  4. Akrostichon says:

    Update:
    Als Fairphone Newsletterempfänger wurde man heute auf den neuesten Stand der Entwicklung gebracht. Grund der Mail war allerdings hauptsächlich die Wahl des Designs.

    Neue Informationen:
    – OS: Android Jelly Bean (4.x?)
    – Design: sah nicht globig aus ;-)
    – Preis: 325€
    – Dual-Sim
    – 4.3 Inch (Zoll) Bildschirm

    Nächste Woche kommen dann die gesamten Spezifikationen. In der 3. Maiwoche gibt es dann die Chance auf Preorders einer “Limited Special Edition”
    Nur wenn diese sich mindestens 5000 mal verkauft geht das Fairphone in Produktion.
    Das Fairphone wird zwar von ein paar Unternehmen (u.a. Vodafone) unterstützt, aber diese Rentabilitätsstudie muss es leider trotzdem noch schaffen.

  5. John M. says:

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob FirefoxOS wirklich der richtige weg für ein derartiges Smartphone ist, vor allem nach der neuen Partnerschaft mit Foxconn: http://www.basicthinking.de/blog/2013/05/28/firefox-os-bekommt-mit-foxconn-einen-zwiespaltigen-partner/

    Sei es drum, die Idee hinter dem Fairphone ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und ich werde mir mal anschauen, wie sich die ganze Sache entwickelt.

  6. Thoys says:

    Damit hast du natürlich recht John.

    Blöde Sache. Die meisten Nutzer von FirefoxOS wären wohl leute denen das freie und moralische wichtig ist (imho). Jedoch mit mit Foxconn befinde zumindest ich mich in einem kleinen Dilemma.

    Auf der einen Seite ist – auch wenn die Hardware von Foxconn kommt – die Software immernoch frei und die Datensammelei der einzelnen Programme und des Systems wesentlich besser beeinflussbar. Auf der Anderen will man Foxconn nicht unterstützen.

    Das ist wie Bio und Fairtrade. Das eine ist für mich gut, das andere achtet auch auf andere….

  7. Netflix-ist-Müll says:

    Ich kauf soetwas nicht. Wieso? Warum ist es politisch nicht verboten Kinder in fernen Länder schuften zu lassen? Kinderarbeit und Mord sind doch in Deutschland selber auch verboten. Hier versucht man von Seiten der Politk/Regierung/Unternehmen dem Konsumenten ein schlechtes Gewissen zu machen. Kein Konsument kommt durch diesen Werbemüll-/Zertifikate-Dschungel durch. Es gibt in Deutschland ja auch die Gewährleistung beim Kauf von (Elektro-)Produkten. Wieso gibt es nicht die Möglichkeit, Produkte welche nicht zweifelsfrei durch Kinderarbeit/Umweltverstöße hergestellt wurden zurückgeben zu können? Ach ich vergas… wir leben ja im Faschismus.

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