Ich finde das eine nette Aktion, daher beschreibe ich auch mal einen Aspekt, “why i love free software”.

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Es ist eine der wenigen (ich würde sogar sagen, fast die einzige) Sache, die durch Nutzen etas positives hervorbringt. Als ich noch Windowsuser war, da habe ich versucht, so wenig wie möglich von Windows zu nutzen. Es wird eine Firewall installiert, die mich von außen abschotten, die aber auch mein System vom Heimtelefonieren abschottet. Es wurde ein alternativer Browser installiert (Firefox anstatt IE) und im Prinzip war immer der Gedanke, so wenig wie möglich vom System wirklich zu nutzen. Und natürlich war noch ein schlechtes Gewissen dabei, dass man einen Monopolisten unterstützt der wirklich nichts Gutes hervorbringt. Erweitert hat sich das, in der heutigen Zeit, noch um den Aspekt des Datenschutzes – in Zeiten von Cloud und einer Stimmung, die akzeptiert, dass das Betriebssystem sehr viel nach Hause telefoniert. Ich war einfach immer damit beschäftigt (das ist nun schon ca. 7 Jahre her und seither hat das Thema Datenschutz und mündiges Verhalten ja noch viel mehr Bedeutung bekommen) die Auswirkungen meines Handelns einzuschränken. Dazu kommt, dass ich nicht mehr das Gefühl habe, ständig was illegales zu tun. Wenn ich sehe, wie viele wenige Adobe Programme kaufen und ich mich zurück an die Zeit erinnere als WinZip noch gecrackt werden musste …

Seit ich freie Software nutze, ist genau das Gegenteil der Fall. Ich unterstütze durch mein Nutzen die Freie Software. Ich installiere wild irgendwelche Programme und erfreue mich daran. Wenn jemand sieht, wie ich freie Software nutze, dann kann man darüber reden. Ich installiere mein System und weiß, dass ich jetzt nicht viele Einstellungen ändern muss, damit es irgendwie datenschutzrechtlich eventuell o.k. ist und ich unterstütze keinen Monopolisten, der dadurch noch mehr Macht bekommt. Und, es funktioniert! Das schönste daran ist, dass einige Distributionen und Programme einfach sehr gut funktionieren und ich überhaupt nichts vermisse, sondern es mittlerweile sehr oft vorkommt, dass ich an der Hochschule in die Situation komme: Lass mich das kurz mit einem freien Programm bearbeiten, bei dir sieht das echt kompliziert aus.
Dazu kommt, dass ich – seit ich freie Software nutze – kein gecracktes, illegal besorgtes oder unfreies Programm (ja, von Codecs mal abgesehen) auf meinem PC habe.

Es fühlt sich einfach richtiger an und es funktioniert. Wenn es einen negativen digitalen Fußabdruck gibt, dann hat sich dieser nicht nur zu einem kleineren entwickelt, sondern zu einem positiven und das einfach nur dadurch, dass ich mein Nutzerverhalten geändert habe.