Eine grafische Oberfläche (GUI) dient als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine und das grafisch. Ich selber nutze Ubuntu mit Unity. Jedoch habe ich ab und zu den Drang ein anderes Betriebssystem auszuprobieren. Neben Grafikproblemen und einer mangelnden Auflösung auf meinem Thinkpad X230 stellen die zu machenden Mauswege einen Grund dar, warum ich immer weider zu Unity zurückkehre. Da ich dazu bisher wenig gelesen habe, möchte ich meiner persönlichen Erfahrungen kurz darstellen.

 

GUIs

 

Zu diesem Artikel sei gesagt, dass er absolut subjektiv ist, sicherlich gibt es viele Möglichkeiten eine GUI anders und effizienter zu bedienen, die GUI anders zu konfigurieren oder mit Tastenkombinationen zu arbeiten. Zusätzlich sei gesagt, dass die Qualität der GUI nicht in Frage gestellt werden soll, ich möchte nur einen weiteren Aspekt besprechen. Und natürlich sind die folgenden Angaben überhaupt nicht wissenschaftlich erhoben, sondern Beruhen auf meinem Bauchgefühl. Bei meiner Bedienart und ohne viel zu konfigurieren, komme ich zu folgenden Ergebnissen:

Unity

Ich kann Unity gefühlt im oberen linken Quadrat meines Computers bedienen. Ich kann fenster öffnen, zwischen Fenstern wechseln und fenster schließen. Ich lese den Text einer Internetseite auch im oberen Qaudrat, bzw. in der oberen Hälfte des Bildschirmes. Werden Fenster nicht im Vollbild ausgeführt, so muss man – je nach Einstellung – für jedes Menü mit der Maus wieder an den oberen Bildschirmrand.
Rechts oben hat Unity noch eine Leiste mit Symbolen, zu denen man für E-Mail, Lautstärke usw. fahren muss.

Unity - Mauswege

Unity – Mauswege

 

Der rote Bereich bedeutet, dass hier die Maus hauptsächlich bewegt wird.  Mit abnehmender Häufigkeit befindet sich die Maus im orangenen, grünen und unmarkierten Bereich.
Die Auswertung bezieht sich auf das starten von Programmen, dem Hin- und Herwechseln von Fenstern und dem Bedienen anderer Funktionen der GUI. Nicht mit einbezogen ist die Bedienung des eigentlichen Programmes.

Gefühlt muss ich sagen, dass die Menüs am oberen Rand weniger negativ auffallen und generell wenige Mausbewegungen auffallen.

Gnome

Gnome hat meiner Meinung nach nicht an Mauswege gedacht. Ohne das dashtodock-Plugin funktioniert der Fensterwechsel entweder darüber, dass man alt+tab-Tasten verwendet, oder mit der Maus in die linke obere Ecke fährt und dann das gewollte Fenster aussucht und darauf klickt. Das schafft viel Bewegung auf dem Bildschirm und verlängert die Mauswege.
Ein Fenster wird rechts geschlossen, obwohl sie links gestartet werden.
Die Lautstärke und der Mediaplayer wird ähnlich wie bei Unity rechts oben bedient.
Auf Homepages habe ich festgestellt, dass ich mich mehr in der Mitte orientiere, als bei Unity.

Gnome - Mauswege

Gnome – Mauswege

Gefühlt ist das Ganze für mich sehr unruhig und ich muss weite Mauswege machen.

KDE

Hier fällt mir auf, dass die Mauswege wirklich weit sind. Also natürlich kann ich KDE komplett anders gestalten, hier rede ich also über die Standardeinstellungen.

Wie bei Windows befindet sich unten eine Leiste, um Fenster zu wechseln. Gestaret werden Programme links unten und geschlossen rechts oben. Die Maus führt also stetig über den Bildschirm. Links unten befinden sich Lautstärke usw.

Beim serven im Internet ist mir aufgefallen, dass ich mich in der Mitte des Bildschirmes orientiere.

KDE - Mauswege

KDE – Mauswege

Gefühlt es ist wesentlich ruhiger wie bei Gnome, jedoch muss die Maus sehr weite Wege zurücklegen.


 

Ausblick:
Für mich persönlich ist der kurze Mausweg durchaus ein Kriterium. Wie es bei Xfce oder LXDE und allen weiteren aussieht, steht natürlich auch noch aus. Da ich selber diese Oberflächen nicht so gut kenne, würde mich natürlich freuen, wenn andere von euch etwas darüber schreiben würden. Ich kann den entsprechenden Artikel dann gerne verlinken.

Quellen:
Der Unity Screenshot ist von mir selbst, die anderen sind von:
Dolphin FileManager“ von KDE – http://www.kde.org/applications/system/dolphin/. Lizenziert unter GPL über Wikimedia Commons.
GNOME 3.10“ von Gem-d-lionEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Der KDE Hintergrund ist von der offiziellen KDE – Homepage.