Die Sache mit den Abmahnungen gehört in Deutschland imho mal wieder in die Reihe “Warum macht die Politik eigentlich nichts dagegen! Machen die noch Politik fürs Volk?”

Nun habe ich gerade den Artikel von Gerrit gelesen, welcher auch wieder auf linuxundich verweist und die Problematik mit multimedialen Inhalten unter der Creative Commons Lizenz anspricht, bzw. unter der deutschen Abmahnpraxis zu leiden hat, ohne vorsätzlich Urheberrechtsmissbrauch begangen zu haben.

Für mich liegt genau im letzten Satz der Frosch begraben. Für alle privaten Blogger, die sich stets bemühen alles richtig zu mache, jedoch durch technische Umstellungen oder Unachtsamkeit gegen formale Kriterien der Lizenz verstoßen sollte es tatsächlich eine erste kostenlose Benachrichtigung geben. Hierfür habe ich beispielsweise diese Petition gefunden:

https://secure.avaaz.org/de/petition/Stoppt_das_Massenabmahnwesen_im_Urheberrecht/?pv=14

Jedoch gibt es auch die Kehrseite. Man stelle sich vor, dass unter allen Umständen die erste Nachricht kostenlos wäre, es braucht nicht viel Vorstellungskraft, dass dies von vielen Menschen mutwillig missbraucht werden würde. “Ich nutze einfach alles und wenn ich erwischt werde, nehme ich es halt raus”.
Daher fände ich es gut, wenn das Urheberrecht die Schwere und die Mutwilligkeit des Vergehens beachten würde. Also, wenn ein privater Blogger eine CC-Quelle falsch oder nicht angibt, dann sollte beim ersten Verstoß auf jeden Fall eine kostenlose Erinnerung ausreichen. Sobald mit geklauten Inhalten Geld gemacht wird, oder eine massive Häufung der Urheberrechtsverletzungen begangen wird, so bin ich auf Seiten der Urheber, denn ein Urheber soll auch den Lohn für seine Mühen bekommen, sei es Geld oder die Namensnennung.

Auf jeden Fall jedoch, sollte sich hier etwas tun und eine Petition ist für jeden eine schnelle Möglichkeit etwas zur Veränderung beizutragen.