Nun kann ich die Zeit seit meinem Baliurlaub bereits in Monaten zählen und möchte eine kleine Rückschau wagen.

Ich habe ein paar richtige Entscheidungen gemacht:

  • Bali: Nach Bali zu fliegen, war genau richtig. Die Menschen sind super gastfreundlich, friedlich und haben eine großartige Kultur
  • Couchsurfing: Wer sich zutraut, entspannt couchsurfing zu betreiben, sollte dies unbedingt tun. Rückblickend hätte ich einige Erfahrungen nicht gemacht, wenn ich mit anderen Touristen über die Strände gezogen wäre.
  • Locker werden: Ich bin im Urlaub lockerer geworden. Kein internationaler Führerschein – egal. Linksverkehr und keinerlei für mich verständliche Verkehrsregeln – egal. Hühnerfüße in der Suppe – fast egal 😉
Essen

Frühstücksbrei (mittelscharf) mit Chips und Hühnerdarm

Mit einem Teil meiner Hosts schreibe ich jetzt noch. Und demnächst wird eine der Wohlhabenden auch zu Besuch nach Deutschland kommen. Wobei wirklich beeindrucken ist, wie einfach für uns Europäer die Einreise nach Indonesien ist, denn umgekehrt benötigt es viel Aufwand ein Visum zu bekommen.

Tempel

Pura Ulun Danu Bratan – Tempel, der auf einem der Geldscheine abgedruckt ist.

Dann möchte ich noch ein Kommentar zu Frauen und Männern sagen. Ich habe mit einigen Frauen dort geredet, die erzählen, dass sie immer wieder Touristen kennenlernen, sich verlieben und dann merken, dass er ja nur “Spaß” wollte und sind dann tief verletzt. Naiv von denen und alles ihre Schuld? Auch wenn in unserer Gesellschaft dieses Thema gerade überhaupt nicht in ist, aber wäre es nicht schön, wenn wir als Touristen auch in diesem Punkt ein wenig Verantwortung übernehmen würden? Wir Europäer erfüllen das Schönheitsideal der Indonesier und selbst Minderverdiener gelten dort als reich. Ich durfte ein paar Frauen kennenlernen, die wirklich Erstaunliches leisten, um sich ein kleines Zimmerchen gönnen zu können und diese dann immer wieder für den eigenen “Spaß” so zu verletzen ist wirklich kein guter Zug von Touristen.
Wie es im umgekehrten Geschlechterfall aussieht, weiß ich nicht, daher spreche ich jetzt nur aus meiner Sicht. Das Ding ist, dass ich nicht auf den Partymeilen war, dort findet das ganz sicher einvernehmlich (also klar Kommuniziert) statt, was natürlich in Ordnung ist. Schade, dass ich das Gefühl habe mich rechtfertigen zu müssen.

Landschaft

Auf dem Weg nach Batur

Zur Fortbewegung bleibt immer noch meine Idee, dass Bali ein perfekter Ort wäre, die gesamte Insel auf Elektromobilität (alternative Mobilität) umzustellen. Also testweise. Was würde mit der Gesundheit der Menschen passieren, wenn die Luft plötzlich viel besser ist. Unabhängigkeit vom Öl? Was würde mit dem Preis und dem Entwicklungsfortschritt der Fahrzeuge passieren? Welche weiteren positiven und negativen Erfahrungen würden gemacht werden? Bei uns beschränkt sich die Mainstream-Diskussion ja leider meistens auf (Wenn das nicht Ökostrom ist, dann bringt es ja nichts und wir brauchen dann mehr Atomkraftwerke (überspitzt)) und die anderen Vorteile werden nicht gesehen.

Verkehr

Verkehr mit Policebox 🙂

Bleibt am Ende nur noch mich für das scharfe Essen, die tolle Gastfreundschaft und die wunderschönen Erfahrungen bei allen zu bedanken, die daran Anteil hatten. (Auch wenn wohl keiner diesen Artikel lesen können wird, da keine von diesen Deutsch kann 🙂 )

Artikel während und über den Urlaub:
Tag 1 Bali | angekommen
Tag 5 Bali | Traffic and food
Tag 10 Bali | genug